Aktivitaeten

Brotbacken

Kirchweih

Osterbrunnen

Sonnwendfeier

Kartoffelfeuer

Erntedankfest

Adventssingen

Musikantenstammtisch

Wirtshaussingen

Adventsmarkt


7:50

Ankunft am Backofen auf dem Anger. Um diese Zeit ist es hier noch ruhig und menschenleer.

8:00

Inzwischen ist am Backofen schon Betrieb. Die „Bäcker“ bereiten den Backofen vor und schüren den Ofen an. Dazu werden etwas Papier, Eierwaben, Holzspreißel und einige Scheit Holz benötigt. Damit der Backofen seine richtige Temperatur erreicht, werden ungefähr 21 Scheiter Holz mit etwa 1m Länge benötigt.

9:00

Jetzt werden die letzten Holzscheite in den Ofen hinein geworfen. Allmählich kommen mehr Leute am Ofen zusammen, sei es dass sie zufällig vorbei kommen und zuschauen oder dass sie aktiv helfen. Es gibt am Backofen ja immer wieder etwas zu tun. Beispielsweise Holzhacken, Rasenmähen oder säubern des Grundstücks sowie natürlich die Vorbereitungen für ein gemeinsames Vesper.

9:45

Die verbrannten Holzreste und die Asche werden aus dem Ofen heraus geräumt. Anschließend wird mit einem speziellen Besen der Ofen nass heraus gewischt bis die Ofenplatte blitzblank ist. Damit wir überprüfen können ob der Ofen die richtige Temperatur hat, gibt es für uns 2 Indikatoren. Zum einen muss die Ofenkuppel schneeweiß sein. Dies kommt von dem verbrannten Ruß. Zum Zweiten werfen wir etwas Mehl auf die Ofenplatte. Wenn das Mehl sich rehbraun verfärbt gibt es keine schwarzen Brotböden. Wird das Mehl schwarz muss der Boden noch solange nass heraus gewischt werden bis die richtige Temperatur erreicht ist. Bleibt das Mehl weiss, was zum Glück noch nie passiert ist, haben wir ein Problem.

10:00

Der Brotteig ruht mittlerweile in Bastkörbchen neben dem Ofen. Der Teig kommt entweder von einen Ziegelsteiner Bäcker oder jemand hat seinen Teig selber hergestellt. Der Teig wird nun auf den Brotschieber geworfen und in den Ofen hinein geschossen.

10:30

Aus dem Ofen duftet es nun schon verführerisch nach frischem Brot. Aus dem Ofen können aber auch noch weitere Düfte mit entweichen. Wenn zum Beispiel für die versammelten Brotbäcker ein Leberkäs oder ein Bündle im Ofen mit gebacken wird.

11:30

Die ersten Brote werden herausgeholt und überprüft ob sie schon fertig gebacken sind. In der Regel sind bis kurz vor 12 Uhr alle Brote fertig.

12:00

Jetzt ist große Hektik vor dem Ofen denn jeder will sein vorbestelltes Brot abholen und bezahlen.

12:30

Nachdem allmählich wieder Ruhe eingekehrt ist wird aufgeräumt und der Ofen für das nächste Backen hergerichtet.

Bieranstich

Traditionell am Freitagabend. Ausgeführt durch den Schirmherren bzw. durch die Schirmfrau beginnt mit dem Bieranstich die "Kärwa".

Kärwaumzug

Am Samstag findet der Kärwaumzug und das Einholen der Kärwabäume statt. Diese werden anschließend am Anger aufgestellt. Der Zug startet am Buchenbühler Weg. Begleitet von Pferdekutschen und Trachtenzügen zieht der Zug durch den Ortsteil.

Kirchweihgottesdienst

Ein ökomenischer Gottesdienst im Biergarten der „Grünen Au Zum Brez'nwirt“ mit anschließendem Frühschoppen ist sonntags angesagt. Am Abend dann das „Betzenaustanzen“ der kleinen, der mittleren und gr0ßen Kärwaboum und Kärwamadla.

Unter der Woche

Der Unternehmerstammtisch sowie verschiedene Programme für Kinder und die ganze Familie (Kinderrallye, Kindernachmittag, Kindermalwettbewerb, Familiennachmittag, usw.).

Fussballspiel

Am 2. Samstag das Fussballspiel mit den Kärwaburschen und verschiedener anderer Gruppierungen.

Kärwabeerdigung

Am 2. Sonntag noch ein Oldtimertreffen und ein Frühschoppen. Und zum Abschluss wird am Abend dann die Kärwa beerdigt.

Vielmehr bedarf es einiger Vorbereitung und Vorarbeiten, ehe es so weit ist. Anfang des Jahres ist als erstes der Blick auf den Kalender: wann ist Ostern? Denn eine Woche vorher muss die Arbeit abgeschlossen und der Osterbrunnen fertiggestellt sein. Zunächst müssen die Eierketten überprüft werden. Beschädigte Eier werden aussortiert und die entsprechende Menge wird neu bemalt. Bei unserem Brunnen haben wir etwa 1.500 Eier, und an die 10 werden jedes Jahr erneuert. Von den anfänglich doch sehr vielen echten Eiern sind mittlerweile keine mehr viele übrig geblieben, der Verschleiß war doch sehr groß. Sie wurden teilweise zwar auch mutwillig zerstört, aber doch meistens ein Opfer der Vögel. Mit den nun verwendeten Kunststoffeiern tun sich die Vogelschnäbel doch erheblich schwerer.

Zunächst wird dann das Grün für die Girlanden benötigt. Christiane Wild ist hier federführend und besorgt viele verschiedene Zweige, damit die Girlanden auch ein schön lebendiges Bild für den Betrachter abgeben. Nun kommt die Arbeit, die man am wenigsten sieht, die aber doch am wichtigsten ist: das eigentliche Binden der Girlanden. Für unseren Brunnen haben wir 14 Gerüststricke, die zu schmücken sind. Die Zweige müssen schön buschig gesetzt werden, sonst wirkt das Ganze am Ende recht armselig. Inzwischen haben auch die Arbeiter der Wohnungsgenossenschaft Nürnberg-Nord eG das Gestell, den Unterbau am Brunnen sowie einen Strahler montiert und zum ausgemachten Zeitpunkt trifft sich dann die Mann- bzw. Frauschaft mit allen Utensilien zum eigentlichen Schmücken.

Wenn dann beim anschließenden Anbringen der Eierschnüre das Ganze Formen annimmt, dann kommt schon Zufriedenheit und auch ein wenig Stolz über die getane Arbeit auf, vor allem dann, wenn Passanten stehen bleiben und sich mit uns freuen. Unser Osterbrunnen steht bis nach dem Weißen Sonntag, und es gibt nicht wenige Kommunionsbilder, bei denen die Kinder aus der nahen St. Georgs-Kirche vor "unserem" Brunnen fotografiert worden sind. Beim Abnehmen werden dann die Eier wieder verpackt, die Stricke entdrahtet und das Grün entsorgt. Der Unterbau wird wieder eingelagert. Alles schlummert dann bis zur nächsten Osterzeit. Und auch unser Backofengelände wird seit einigen Jahren österlich geschmückt.

Vor dem Feuer muss natürlich zuerst der Holzstoß für das Feuer errichtet werden.


Und auch die Vorbereitungen für einen Imbiss müssen getroffen werden.


Auch wenn das Wetter nicht sommerlich ist kann das Warten gut mit einem Bratwurstbrötchen überbrückt werden.



Und wer den Scheiterhaufen mit aufbaut, darf ihn später auch entzünden.


Schönes Feuer vor dem abendlichen Himmel.



Fasziniert beobachten Jung und Alt das Feuer.



Ein Kartoffelfeuer ist laut Wörterbuch "ein Feuer auf dem Acker, in dem das Kraut der geernteten Kartoffeln verbrannt wird." Damit ist klar, dass so ein Feuer erst später im Jahr abgebrannt wird, wenn die Ernte eingefahren ist und der Sommer sich schon seinem Ende nähert. Aber so ein Feuer bietet natürlich auch die Möglichkeit, die geernteten Kartoffeln zu garen und gleich vor Ort zu verspeisen.




Dieser Brauch ist, obwohl er vor ein paar Jahrzehnten noch gang und gebe war, den Jüngeren nicht mehr bekannt. Das wichtigste am Kartoffelfeuer sind natürlich die Kartoffeln selbst. Diese werden bei einem Knoblauchsländer Bauern besorgt. Dort werden sie auch gleich vorgedämpft, so dass die Geduld der Kinder nicht überstrapaziert wird, sobald die Kartoffeln im Feuer liegen und natürlich auch schnell fertig sein sollen.



Und auch wenn Kartoffeln mit Butter und Quark an der frischen Luft schon allein ein Genuss sind, so haben doch sehr viele der Gäste noch eigene Zutaten von Stadtwurst über Salami bis hin zum Fleisch dabei. Bei einbrechender Dunkelheit wird es dann doch ziemlich kühl und ein Großteil der Besucher geht langsam wieder nach Hause. Die Kinder sind zwar rußverschmiert und dreckig, aber doch hellauf begeistert von diesem schönen Nachmittag.


 


Seit dem Jahr 2003 treffen wir uns zweimal bis dreimal im Jahre und singen gemeinsam bekannte und natürlich auch neue Lieder, nicht nur aus Franken. Begonnen haben wir unser Wirtshaussingen mit Steffi Zachmeier. Weitergeführt haben wir das Wirtshaussingen unter der Leitung von Eberhard Hoffmann.



Mittlerweile begleitet uns Klemens Sittler auf seiner Quetschn. An diesen Abenden können geübte und ungeübte Sänger einen schönen Singabend verbringen, neue Lieder lernen und schon bekannte wiederholen. Natürlich gibt es auch Liedblätter dazu, um auch neue Lieder mitsingen zu können.



Der Bericht "Heiter bis melancholisch" wurde im Stadtanzeiger, Ausgabe Nord der Nürnberger Nachrichten im Herbst 2013 veröffentlicht.


Seit dem Jahr 2010 nehmen wir mit einem eigenen Stand am Adventmarkt vor der St. Georg Kirche teil (erstes Adventswochenende).